Der Umgang mit dem PC als Way-of-Life 

PCs machen süchtig, das Netz ist voll mit Kinderpornos, Bombenbauanleitungen, verrückter Verschwörungstheoretiker und Terroristen. Die Abhängigen vegetieren verwahrlosend in dunklen Verliesen zwischen leeren Pizzaschachteln und Bierdosen.  

Es haben sich schon Leute zu Tode gedaddelt. Die Produktion der Geräte verursacht schlimmste Umweltschäden, es wird maßlos viel Energie vebraucht und das Klima für die nächsten Bazillionen Jahre irreparabel geschädigt. Und dann sind da noch die Hacker und die Betrüger und die Kostenfallen... hach!

 

Gehen wir das mal durch

Ein Suchtpotenzial ist allen Dingen inhärent, die in irgendeiner Form Spaß machen. Manche Leute springen gerne von Hochhäusern, andere baden in Eiswasser. Es mag sicherlich Leute geben, die 24 Stunden nonstop Moorhühner mit der Maus abschießen und davon süchtig werden. Aber mal ehrlich: Diese Leute hätten auch ohne Computer irgend eine Macke einen pathologischen Hintergrund 

 

Ich habe mal in einem Forum als technischer Moderator mitgewirkt. Das war eine ziemlich große Pr0n-Drehscheibe, aber eines kann ich glaubhaft versichern: Im "normalen", allgemein zugänglichen Internet existieren keine Kinderpornos. In den Bereichen des Darknet mag das anders sein, aber da treffen zwei infernale Welten aufeinander: Kindesmissbrauch trifft Technikmissbrauch. Ich finde beides abscheulich und diese wenigen Kranken Individuen werden gerne dazu benutzt, dieses relativ neue Medium "Internet" und seine Nutzer zu diskreditieren, zu zensieren und zu regulieren. Es ist wahrscheinlicher, beim Spaziergang auf der Straße einen Koffer voll Heroin zu finden als beim Surfen über KiPo zu stolpern.  

 

Irgendwann wurde mir mein Glaube wichtiger und dieses P-Business begann mich zu langweilen. Es war für mich nie ein Verzicht, meinen Fokus auf andere, bessere Dinge zu legen.

 

Lauter verrückte Terroristen?

Die Welt ist voll Verrückter, warum sollte es im Netz anders sein? Früher haben wir auch (aus wissenschaftlicher Neugier!) Löcher in die Botanik gesprengt und an jeder Schule gab es mindestens einen Schüler, der einen oder mehrere Finger bei solchem Unsinn verloren hatte. War es nicht immer so, dass Leute auf dämliche Ideen kommen, wenn sie nichts Besseres zu tun haben?

 

Die Energiebilanz?

Wer zum Surfen oder Schreiben von Mails einen Big-Tower mit Quadcore und SupaDupa-4D-TimeWarp-Grafik startet, fährt auch mit dem Panzer zum Bäcker. Wer sich schon so einen Boliden ins Haus stellt, bekommt ein Netbook praktisch geschenkt, wenn man bedenkt, dass so manche Grafikkarte gerne mal 200,- € Stromkosten extra per Anno verursachen kann und große Rechner schnell auch mal 1kW ziehen. (Netbook: 0,040 kW, also 40 Watt - und da ist der Bildschirm auch schon mit versorgt.) Die gesparten Kosten für Zeitungen und Zeitschriften und die Fahrerei zur Videothek nebst Leihkosten wirken sich nicht nur auf meine persönliche Bilanz sondern auch für die Umwelt positiv aus. 

Etwas Wertschätzung der Dinge ist positiv für die Umwelt. Mit einem 1,6 GHz-Singlecore und etwas Know-How bekommt man viele Aufgaben schneller erledigt, als manche Anwender, die nicht in der Lage sind, ihr System ergonomisch und technisch sinnvoll zu konfigurieren oder zu bedienen. 

 

Alles Betrug!?

Das größte Einfallstor für Angriffe ist immer noch der Anwender, der aus Unwissenheit oder Neugier E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern öffnet. In letzter Zeit rollt über manche Anbieter eine wahre Schwemme betrügerischer Mails von angeblichen Speditionen, Banken oder anderen Pseudo-Firmen mit ganz wichtigen Informationen im Anhang in die Postfächer. Es gibt noch andere Tücken. Der beste Schutz vor Neppern und Angreifern ist der gesunde Menschenverstand gepaart mit einer (ich wiederhole einer!) brauchbaren Antivirensoftware. 

 

Und was mache ich  den ganzen Tag am PC?

Am Morgen schaue ich erst mal nach der Tageslosung und den entsprechenden Bibelstellen. Dann werden Termin-Kalender nachgesehen und der Posteingang aussortiert. Es folgt die Lektüre der für mich wichtigsten Publikationen aus nachrichtlichen und technischen Bereichen. Ich nutze die Rechner als Webmaster für verschiedene Seiten, produziere Musik, erstelle Layouts und gelegentllich etwas Grafik und bastele gerne am System. Die meisten dieser Fertigkeiten habe ich im Selbststudium am Rechner erworben.

 

Nur von Computerspielen habe ich absolut keinen Plan. Damit kann ich aber gut leben. 

 

 

 

 ... und die Alien-Katze auch ...