Tastaturen, Keyboards, Krümelfänger

Füße hoch!

Mal wieder ein neuer Tag im Call-Center und mein Lieblingsplatz nahe der Kaffeemaschine ist leider schon vegeben, weil ich Spätschicht habe. Also wird ein neuer Platz gesucht und die Routine beginnt. Zu dieser Routine gehört zunächst das Umdrehen der Tastatur, um die Krümel der vorherigen Benutzer zu entfernen und dann das Wichtigste: Diese unnützen Füße werden eingeklappt. Warum?

 

Dazu ein kleiner Exkurs in die Vergangenheit.

 

Manche Klavierlehrer haben ihren Schülern früher gerne mal auf die Hände gehauen, wenn die Schüler beim Spielen die Hände nach oben abknickten. Kommentar eines Lehrers: "Eine Sehnenscheidenentzündung tut schlimmer und länger weh und kann das Ende der Karriere bedeuten." Diesen Sachverhalt kann man sicherlich auch intelligenter vermitteln, aber damals war halt alles etwas rustikaler, die Gummistiefel waren noch aus Holz und ich schweife ab.

 

Wer länger, als es für eine E-Mail braucht, mit einer Tastatur arbeiten will/muss, sollte auf jeden Fall diese Füßchen einklappen. Wer Probleme mit den Handgelenken hat, muss diese "Deppenstelzen" einklappen. Diese "Arbeitsflussbremsklappen" sind ein Relikt aus der Schreibmaschinenära, als die Mechanik es erforderte, Tastaturen zu bauen, die an Sitzreihen im Aphithea Amphiteather Fußballstadion erinnern.  

 

Das ist jetzt etwas viel Pixeltoner für die einfache Message: "Füße einklappen - sonst Aua!"  Aber wer sich mal eine Sehnenscheidenentzündung oder ein Karpaltunnelsyndrom zugezogen hat, weiß, wie schmerzhaft das ist.  

 

Technische Details zu Tastaturen finden sich hier oder auch hier.  

 

Der Trend geht zum Zweitkeyboard.

Das ist ein Trend, den ich sehr befürworte, weil er Rücken-und Nackenschmerzen verhindern kann. Sicherlich sind Notebooks oder Netbooks eine schöne Sache und es ist ja kein Problem, im Flieger oder in der Bahn mal ein paar Texte auf der Notebook-Tastatur zu schreiben. Das ist aber ein Provisorium für unterwegs. Wer mangels anderer Maschinen ausschließlich mit Note- oder Netbook arbeitet ist gut beraten, eine externe Tastatur zu nutzen. Es gibt sogar Kombinationen mit Funkmaus und Funktastatur im Set für +/- 20 € in ausreichender Qualität. Beim Elektronikhändler meines Vertrauens gab es neulich USB-Tastaturen für 3,95 €. Da habe ich direkt 3 geholt. Gut, - die hatten keine vernünftigen Gummifüße und klapperten auf dem Tisch. Das Problem war mittels billigster Methoden einfachst lösbar. Selbstklebende Filzfüße, Bierdeckel - seid kreativ!  

 

Notebooks erzwingen eher eine starre Arbeitshaltung. Der Abstand zwischen Auge und Bildschirm ist fixiert und durch die starre Tastatur vorgegeben.  

 

Ich kann es aus Erfahrung bestätigen, weil ich schon in einer Zeit meinen Lebensunterhalt am Rechner verdient habe, als Notebooks noch Laptop (oder Schlepptop) hießen und unter umgerechnet 2000€ kaum zu kriegen waren. Als ich vor einigen Jahren die ersten Tage an meinem neuen Notebook verbracht hatte, merkte ich die oben angedeuteten Effekte sehr deutlich: Schulter, Kopf und Nacken waren sehr verspannt und die Augen wollten auch nicht mehr. 

 

Entspanntsein ist aber wichtig. 

 

Ich habe da jemanden, der mir vormacht,

wie das geht   ---------------->>>>>>